3.7.2009 Unwettertartige Gewitter in der Eifel
Am frühen Morgen des 3.Julis, gegen 9 Uhr, stiegen die Temperaturen teilweise über die 20°C Marke. Gegen 9:30 Uhr konnte man erste zum Teil große Quellungen beobachten, auch erste Cumulus congentus bildeten sich. Gegen 11 Uhr konnte man ein leichtes Donnergrollen in Richtung SW vernehmen. In Richtung NO verdunkelte sich der Himmel ebenfalls. Die Zelle hatte sich innerhalb weniger Minuten gebildet. Wir machten uns auf den Weg zum Düsseldorfer Flughafen. Am Ortsausgang konnte man einen sehr dunklen und dichten Niederschlagskern beobachten. Bei Brück kamen wir dem Zellkern gefährlich nahe. Es gab Hagel um 1-2cm, Starkregen und einen vermutlichen Downburst, außerdem gab es sehr kräftige Blitzeinschläge. Die Serpentinen von Brück nach Nideggen wurden zu einem Regelrechten Fluss, kurz vor Nideggen gab es auch einen Erdrutsch. Dort fielen mehrere dicke Steine und viel Dreck auf die Straße, dazu aber näheres im Video. Am Ortseingang zu Nideggen, staute sich extrem viel Wasser, welches die Kanäle zum Überlaufen brachte. Nachdem wir aus der relativ langsam ziehenden Zelle herausfuhren konnte man vor dem Niederschlagskern eine schöne Böenfront beobachten. Es zeigte sich immer noch eine hohe Blitzaktivität. Auf der Autobahn in Richtung Düsseldorf konnte man diese gigantische Zelle einmal näher betrachten. Als wir nun endlich in Düsseldorf ankamen, gingen wir in den Wartebereich. Nach einer halben Stunde zogen über dem Flughafen mehrere Gewitter auf. Es gab starken Regen und viele Blitzeinschläge. Nachdem wir eingecheckt hatten ging es zum Flugzeug, wir mussten ein wenig länger warten, da es an der Deutsch-Belgischen Grenze starke Gewitter gab. Nach dem Start konnte man riesige Quellungen und einen Eisschirm beobachten. Es gab einige Turbulenzen in diesen Quellwolken. Auf der anderen Seite konnte man eine andere Zelle beobachten, welche einen schönen Anblick bot. Als wir nun in den Französischen Luftraum kamen, zeigte sich neben uns eine ganze Gewitterlinie. Das nenne ich mal ein gelungenes Chasing, es war aber auch einmal interessant die Gewitterwolken von oben zu betrachten.
Video:
Wetter-Schmidt wird am 31. Januar 2010 abgeschaltet
ab Heute können sie uns über
www.nationalpark-wetter.de erreichen.



